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Euro f(or)ever

Wer sich für eine Griechenland-Pleite ausspricht, hat keine Ahnung von Psychologie. Es wäre das falsche Signal für den Finanzmarkt und wäre höchstens gut für eine kurze, politische Kursrallye. Nachdem die führenden, europäischen Politiker zu lange Uneinigkeit und Unentschlossenheit demonstriert haben, wären Portugal, Spanien, Italien, Irland … die nächsten Opfer.
Der Euro hat dem europäischen Wirtschaftsraum viele Vorteile gebracht und sowohl Unternehmen als auch privaten Haushalten durch die Einheitswährung eine Menge Fiatgeld gespart. Die Entscheidung der damaligen, europäischen Politiker war “gold”-richtig. Und der Euro ist nach wie vor auf dem Weg eine der drei wichtigsten Weltwährungen zu sein – neben Yen und Renminbi.
Vergleichen läßt sich das europäische Währungssystem mit einer jungen Ehe, in der die Partner zunächst noch getrennte Konten führen. Doch nach ein paar Jahren – in einer funktionierenden Ehe – vermischen sich die Einnahmen und Ausgaben und die Konten verschmelzen – und keiner rechnet nach. Ein griechischer Schuldenschnitt käme einem Vertrauensbruch gleich, der die Beziehung über die Maßen strapazieren würde. Und in der Folge hätte der effiziente Markt gelernt, dass das ganze europäische System schwach ist. Man stünde nicht füreinander ein. Dabei heißt es doch “in guten wie in schlechten Zeiten”. Ein mehr oder weniger langes Ende des Euro wäre die Folge.

Fazit: Die Frage ob wirtschaftlich sinnvoll oder nicht, stellt sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Es gibt keine Alternative zu bedingungslosem und unbegrenztem Commitment.

Ζήτω η Ελλάδα.
j.

Eine Reaktion zu “Euro f(or)ever”

  1. Lea

    Der Euro hat Wechselkurs- und Geldwertstabilität gebracht und die Möglichkeiten für destabilisierende Wechselkursspekulationen zwischen den Euro-Staaten abgeschafft. Dadurch hat die deutsche Wirtschaft viele Milliarden gespart. Außerdem profitiert Deutschland wie kein anderes Land vom EU-Binnenmarkt und die gemeinsame Währung hat letztendlich zu einem wahren Exportboom innerhalb der Eurozone geführt. Der Weg aus der Eurokrise kostet Mut und Geld, aber die politischen und wirtschaftlichen Kosten eines Scheitern des Euro wären gerade für Deutschland enorm.

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