Der Fürst von Niccolo Machiavelli

Niccolo Machiavelli verfasste sein Geschenk an seinen Fürsten im Jahre 1513 n.Chr., weil er sich die Befreiung Italiens wünschte. In dem Werk finden sich viele denkwürdige Textpassagen.

Weisheit:

Ein umsichtiger Mensch solle immer den Pfaden folgen, die von großen Menschen geschaffen wurden, und er sollte jene, die überlegen waren, imitieren, so dass, auch wenn er ihnen an Fähigkeit nicht gleichkommt, er sich zumindest ihre Ahnungen zu Nutze macht: Wie der kluge Bogenschütze soll er handeln, planen, das zu treffen, was jetzt noch zu weit entfernt erscheint, und um die Grenzen wissend, die die Stärke seines Bogens hat, viel höher zielen als das Ziel, nicht um durch Stärke zu erreichen oder in solch große Höher hinaus zu schießen, sondern um mit Hilfe eines solch hohen Zieles das zu treffen, was er zu erreichen wünscht.

“Erfolgreiche” Management Strategie:

Und weil dieser Teil wert ist, zur Kenntnis genommen und von anderen nachgeahmt zu werden, möchte ich ihn auch nicht auslassen: Als der Herzog die Romagna besetzte, fand er sie unter der Herrschaft schwacher Führer, die es eher vorzogen ihre Untertanen auszuplünder, als sie zu regieren, und sie gaben ihnen mehr Grund zu Zwietracht denn zur Einheit, so dass Raub, Streit und alle möglichen Arten von Gewalt im Lande vorherrschten. Da er wünschte Frieden und Gehorsam gegenüber der Obrigkeit in das Land zurückzubringen, hielt er es für notwendig, ihm einen guten Regenten zu geben. Deshalb setze er Remirro de Orco ein, einen schnell handelnden und grausamen Mann, dem er völlige Macht gab. Dieser Mann stellte in kürzester Zeit Frieden und Einheit mit größtem Erfolg wieder her. Danach entschied der Herzog, dass solch exzessive Autorität nicht weiter nützlich sei, weil sie schon bald verhasst sein würde, deshalb installierte er in diesem Lande eine bürgerliche Gerichtsversammlung unter einem exzellenten Präsidenten, in der alle Städte ihre Vertreter hatten. Und weil er wusste, dass die Härten der Vergangenheit ihm selbst einigen Hass eingetragen hatten, wünschte er, sich im Ansehen des Volkes zu läutern und es gänzlich für sich einzunehmen, indem er demonstrierte, dass die Gwalttaten, die verübt worden waren, nicht von ihm ausgegangen sind sondern ihren Ursprung in der brutalen Natur des Ministers hatten. Dieses vorgebend, nutzte er die Gelegenheit und ließ ihn eines Morgens in Cesena in zwei Stücke gehauen auf dem Marktplatz legen ein Holzknüppel und ein blutiges Messer daneben. Die Brutalität dieses Spektakels machte das Volk in einem Zuge zufrieden und staunen zugleich.

Wikipedia schreibt:

Niccolò Machiavelli [makja'vɛlli] (* 3. Mai 1469 in Florenz; † 21. Juni 1527 in Florenz; eigentlich Niccolò di Bernardo dei Machiavelli) war ein italienischer Politiker, Diplomat, Philosoph, Geschichtsschreiber und Dichter.

Sein Name wird heute mit rücksichtsloser Machtpolitik unter Ausnutzung aller Mittel verbunden. Der später geprägte Begriff Machiavellismus wird daher oft als abwertende Beschreibung eines politischen Verhaltens gebraucht, das raffiniert, aber ohne ethische Einflüsse von Moral und Sittlichkeit die eigene Macht und das eigene Wohl als Ziel sieht. Vor allem aufgrund seines Werks Il Principe („Der Fürst“) gilt er als einer der bedeutendsten Staatsphilosophen der Neuzeit.

Dr. Patrick Horvath schreibt im Vorwort:

[...] die versuchte Vereinnahmung durch die Faschisten, v.a. durch Benito Mussolini; weswegen Machiavelli für manche bis heute fälschlicherweise als geistiger Vorläufer des Faschismus gilt. Eine solche Vereinahmung ist jedoch aus einer ganzen Reihe von Gründen unhaltbar und übersieht Grundlegendes.

Fazit: Für 7,60 Euro unbedingt lesenswert
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Gutes Gelingen,
Juergen

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