Crisis must go on

Ich saß neulich im Flieger und hab mir dummerweise nach Langem mal eine FTD (Financial Times Deutschland) geschnappt. Es ließ sich harmlos an, bis ich beim Finanzteil angekommen war. Gleich auf der ersten Seite der Finanzrubrik:

BaFin bangt um Versicherer

In ihren bisherigen Stresstests für die Assekuranz ging die Finanzaufsicht vom Szenario eines schockartigen Wertverfalls aus. FTD-Informationen zufolge rechnet die Aufsichtsbehörde nun mit einer langandauernden Niedrigzinsphase – und sieht darin eine reale Gefahr.
(von Herbert Fromme)
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hält eine lang anhaltende Niedrigzinsphase für eine reale Gefahr für die Assekuranz. Nach FTD-Informationen verlangt die Aufsichtsbehörde erstmals in ihrer Geschichte von den Lebensversicherern Modellrechnungen, die von sehr niedrigen Zinsen bis 2018 ausgehen und den Zinsbedarf bis 2027 modellieren. Bislang nahm die Aufsichtsbehörde in ihren Stresstests zur Krisenfestigkeit der Lebensversicherer einen schockartigen Wertverfall von Aktien oder festverzinslichen Wertpapieren an – nicht aber einen jahrelangen Niedrigzins.[...]

(Quelle: FTD)

und

Die Geldpolitik auf Hochtouren

Wenn Gold, Aktien und Staatsanleihen gleichzeitig haussieren, kann etwas nicht mit rechten Dingen zugehen. Natürlich haben mal wieder die Zentralbanken die Finger im Spiel. Und wie immer in solchen Fällen ist der nächste Krach da schon programmiert.
[...]
Derweil sind die Anleger am Rentenmarkt wieder dermaßen von deflationären Tendenzen überzeugt, dass sie in Billionenhöhe neue Anleihen mit mickrigsten Renditen aufkaufen. Sollten sie richtig liegen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis an den Märkten für Gold, Aktien, Industrieobligationen und Rohstoffe Tränen fließen. Liegen die Anleihenanhänger falsch, die Goldhaussiers hingegen richtig, droht aber dem Rentenmarkt früher oder später ein Gemetzel, das alle Finanz- und Immobilienmärkte in Mitleidenschaft ziehen würde. Dann wird es den Inflationsargwöhnern auch nicht mehr viel nützen, mit ihrer Einschätzung recht behalten zu haben, dass die Zentralbanken keine Ruhe geben, bis sich die Geldentwertung auch in den Verbraucherpreisindizes zeigt.

(Quelle: FTD)

Gutes Gelingen,
Juergen

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