Schreckgespenst Deflation
…oder doch kein Schreckgespenst, sondern unaufhaltsam näherkommende Realität?
Ich hab vor ein paar Tagen mal wieder mit meinem alten Freund Danny (auch genannt ‘Magic’) telefoniert. Ich mag ihn sehr, und ganz besonders seine einfache Betrachtungsweise der Dinge. Wobei ‘einfach’ hier nicht missverstanden werden soll. Durch seine Überlegungen kommt er zwar oftmals zu ‘ungemütlichen’ Einschätzungen, die von anderen als ‘extrem’ oder gar ‘Spinnerei’ abgetan werden. Aber ich habe in meinem jungen Leben noch nie erlebt, dass Danny falsch lag. Aufgrund Dannys Einschätzung der letzten Jahre muss ich fast sagen: “leider noch nie falsch lag”. Denn Danny hat mich dazu gebracht, dass ich zu meinen drei denkbaren Szenarien (siehe Kaufliste für 2009) eine weitere, vierte Möglichkeit hinzufügen muss: Defaltion. Danny vergleicht sehr plausibel die aktuelle Situation mit ‘Japan’ in den 90ern – und auch dort wurde Tonnen von Geld gedruckt mit dem Ergebnis, dass es keine Inflation gab. Hinzu kommen statistische Effekte über fallende Rohstoffpreise, insbesondere Rohöl – hier spiegelt der aktuelle Benzinpreis noch lange nicht den Rückgang des Ölpreises von 150$ auf 50$ wieder. Durch solche und ähnliche Aspekte werden die Verbraucherpreise statistisch betrachtet fallen. Und auch ein “Verkäuferstreik” erscheint nach erneuter Überlegung unwahrscheinlich. Was soll ein Produzent machen, wenn er höhere Preise einfach nicht durchsetzen kann? Produktion abschalten? Würde am Beispiel eines Milchbauern bedeuten, dass er seine Milchkühe schlachtet – eher unwahrscheinlich. Hmmm…
Fazit: It really looks bad.
Schliessen möchte ich mit einer schönen Metapher from Danny himself persönlich:
“Ein Raum, Tausend Fliegen, ein Haufen Scheisse. Da wo die Fliegen sind, da drunter ist die Scheisse. Und da willst du nicht sein. Du willst genau auf der anderen Seite sein. Und wenn die Fliegen das merken und in deine Richtung kommen,…dann musst du schon wieder woanders sein.”
Frei nach diesem Motto hat Danny in den letzten 5 Monaten des Jahres 2008 10% mit deutschen Staatsanleihen verdient. Herzlichen Glückwunsch.
Gutes Gelingen,
Juergen
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Am 13. Februar 2009 um 13:10 Uhr
Ps. Falls das so eintrifft, sollten meine Wunschpreise auf jeden Fall irgendwann innerhalb der nächsten 5 Jahre erreicht werden…autsch!