Perella Weinberg Partners
Der Starbanker Joe Perella (64) gründet mit Peter Weinberg (48) und neun weiteren Partnern wieder eine neue Investmentbank. Joseph Perella ist eine lebende Wall-Street-Legende und ein namhafter Berater bei mergers and acquisitions (M&A). Bisher war er für das investment banking bei Morgan Stanley zuständig. Davor hatte er die Investmentbank „Wasserstein Perella“ aufgebaut, die er in 1988 gegründet und in 2000 an die Dresdner Bank für 1,6 Milliarden Dollar verkauft hat…nicht schlecht.
Perella startet heute wieder eine eigene Firma, aufgrund des negativen Kulturwandels in den großen Investmentbanken, die heutzutage mehr Handelshäuser als Beraterbanken sind. Perellas Vorbilder sind die traditionellen Wall-Street-Partnerschaften, wie einst zum Beispiel Goldman Sachs. Dort haben die Partner über die verschiedenen Geschäftsbereiche hinweg eng miteinander zusammengearbeitet.
So kommt der zweite Firmengründer Peter Weinberg auch aus einer Familie, die eng mit der „alten Goldman Sachs“ verbunden war. Sowohl sein Großvater als auch sein Onkel standen an der Spitze Goldman Sachs. Er selbst war bis 2005 Chef für Europa bei Goldman.
Das Kapital für die Neugründung (1,1 Milliarden Dollar) haben die Partner von elf Investoren bekommen – acht Familien und drei institutionelle Anleger. Zu den Familien gehören neben den Weinbergs selbst auch die New Yorker Immobilien-Dynastie Fisher sowie das Getty-Ölimperium. Bei den institutionellen Anlegern sind zwei Investoren aus dem Nahen Osten, unter anderem die Herrscherfamilie Dubais.
Die Partner sollen „bescheidene“ 500,000.00 Dollar Grundgehalt bekommen, um Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten…der “Rest“ wird in Form von Gewinnbeteiligung gezahlt.
Wer mehr über die traditionellen Wall-Street-Häuser lesen möchte, dem empfehle ich „Goldman Sachs. Erfolg als Unternehmenskultur“. Das Buch ist zwar in erster Linie eine Lobeshymne auf Goldman (in jedem zweiten Satz steht wie toll Goldi doch war), aber in zweiter Linie wird dennoch einiges über die Geschichte von Goldman Sachs und Ihren Konkurrenten berichtet.


Am 23. Juni 2006 um 08:50 Uhr
OK ! Dann lass uns mal schauen, wie man die 1,1Mrd zusammen bekommt. Eventuell wuerden mir auch schon 1,01Mrd genuegen. Sehr schoener Beitrag!
Am 23. Juni 2006 um 11:34 Uhr
Hahaha…
GG, j.
Ps. Danke.