DAX wird international

Die Deutsche Börse hat gestern, den 7. Juni 2006 neue Regelungen für die Mitgliedschaft beim Deutschen Aktienindex (DAX) eingeführt. Ab Oktober muss für eine Aufnahme in den Index der Firmensitz in Deutschland sein oder mindestens ein Drittel des Aktienvolumens in Frankfurt gehandelt werden. Die Börse will damit angeblich der “zunehmenden Internationalisierung” der Aktienmärkte Rechnung tragen…ich denke eher, das die Deutsche Börse vermeiden möchte, eventuell selbst aus dem DAX herauszufallen. Denn durch die Neuregelung könnten Unternehmen selbst durch Fusionen und Übernahmen auf internationaler Ebene im DAX bleiben. Beim Beispiel Euronext ist es nämlich so, dass durch die Fusion mit der New York Stock Exchange (NYSE) der Firmensitz nach New York verlegt wird (siehe Beitrag bei Shares-Online)…das Unternehmen wahrscheinlich jedoch zum großen Teil weiterhin in Europa gehandelt wird. Ob diese Neuregelung gut oder schlecht ist…lasse ich mal dahingestellt.

Gutes Gelingen,
Juergen

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