ayondo

Angstbarometer VDAX

Am Freitag den 19. Mai 2006 hab ich in der Welt den Artikel Profitieren von der Furcht der andern – In turbulenten Zeiten bricht die Zeit der Volatilitäts-Zertifikate an gelesen. Wahnsinn…wie leichtfertig ein “seriöses” Medium mit seinen Lesern umgeht. In den ersten Zeilen des Artikels heißt es:

“Mit der zunehmenden Nervosität der Börsianer erhöhen sich die Schwankungen (Volatilitäten) an den Märkten…”.

So hab ich das auch gelernt. Dann wird beispielhaft erklärt, dass

“Beim Dax-Stand von 5700 Zählern signalisiert ein VDax von 22 Punkten grob gesagt, daß sich der deutsche Leitindex in den kommenden Monaten zwischen 4450 und 6950 Zählern bewegen wird.”

Ich hab die Zahlen jetzt nicht überprüft, aber das macht auch noch Sinn. Und dann im letzten Absatz des gleichen Artikels wird geschrieben:

“Da der Kurs der Papiere negativ mit der Index-Entwicklung korreliert ist, spricht: die Titel steigen, wenn der Dax fällt und umgekehrt, können Investoren die Zertifikate auch zur Absicherung des Depots verwenden. hz.”

Wow…eben wurde noch gesagt, dass die Vola die Schwankung angibt…also auch bei stark steigenden Kursen steigt bzw. bei leicht fallenden Kursen fällt…und jetzt wird dieses Instrument als Absicherung empfohlen. Das ist mal gewagt. Da überliest man fast, dass der Kurs “korreliert ist”…was soll das denn sein? Ein Kurs korreliert vielleicht, aber ist nicht korreliert.

Gutes Gelingen,
Juergen

Eine Reaktion zu “Angstbarometer VDAX”

  1. Matthias F.

    Endlich mal einer der sich traut die immer schlechter werdenden Artikel in den sog. Wirtschaftsteilen unserer Zeitungen zu kritisieren. Manche davon lesen sich so abenteuerlich, dass man glaubt es habe der Verfasser keine Ahnung der Materie. Danke trend4c !

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