Trading cup clickoptions
Ich bin zwar ein großer Fan von Makroökonomie und langfristigen Trends, da ich aber ursprünglich aus dem Aktienhandel komme, nehme ich spaßeshalber am Clickoptions Trading Cup der Société Générale teil. Aktuell bin ich immerhin unter den Top 10.
Stand: 20.4.2006

(Quelle: Godmode Trader)
Allerdings hat es mir am Freitag einen Lufthansa StayHi zerlegt. Damit werde ich am Montag wieder aus den Top 10 draußen sein.
Das lässige an clickoptions ist, dass über dieses Produkt auch Privatleuten ermöglicht wird, für kleines Geld Optionen short zu gehen. Dies ist normalerweise nur beim Einsatz von großem Geld möglich. Meines Erachtens mit einer der Gründe warum Optionen bei vielen so einen schlechten Ruf haben…denn den kleinen Leuten bleibt in der Regel nur die Möglichkeit Optionen long zu gehen, da hier der Verlust auf die eingesetzte Prämie begrenzt ist…auch wenn das im negativen Fall immer noch Totalverlust bedeutet. Aber beim shorten von calls ist der mögliche Verlust theoretisch unbegrenzt und beim short gehen von puts ist die Verlustmöglichkeit nur auf die Differenz zwischen Basispreis und null abzüglich der eingenommenen Prämie beschränkt. Dabei muss man jedoch wissen, dass statistisch gesehen 80 Prozent derjenigen die Optionen schreiben Geld verdienen, während vice versa nur 20 Prozent derjenigen die eine Option long gehen, einen Treffer landen. Ich persönlich bin daher lieber auf der Seite der 80 Prozent.
…und clickoptions ermöglichen dies. Damit das ganze für Kleinanleger tauglich ist, haben die Jungs bei clickoptions ausschließlich Produkte konstruiert, bei denen das maximale Verlustrisiko auf das eingesetzte Kapital begrenzt ist. Gute Idee! Allerdings zu extrem teuren Konditionen. Der spread zwischen An- und Verkauf ist „nur“ 4 Euro. Auf den höchstmöglichen Auszahlungsbetrag von jeweils 100 Euro sind das immerhin 4% Marge. Nimmt man jedoch richtigerweise den jeweiligen Kaufpreis der clickoption als Berechnungsgrundlage, so ist die Gebühr – relativ gesehen – um ein Vielfaches höher. Kaufe ich z.B. einen StayHi zu 40 Euro, kassieren die Jungs 10 Prozent Gebühren. Kaufe ich einen HitHi zu nur 16 Euro, kostet der Spaß sogar 25 Prozent Gebühren. …aber man kann es ja auch lassen. Fazit: Sehr geil, aber arschteuer.
Gutes Gelingen,
Juergen
Ps. At this point my biggest respect to Mr. Jean-MichelG. He is a great day trader and he always trades where the volatility is.

