Raus aus Rand

Sein Geld in Südafrikanische Randanleihen zu investieren war eine schöne Sache.
Während man vor Jahren noch deutlich über 10 Prozent Zinsen bekam, stiegen gleichzeitig die Bondpreise aufgrund fallender Leitzinsen. Seit April dieses Jahres liegt der Leitzinssatz nur noch bei sieben Prozent, dem niedrigsten Wert seit 24 Jahren. Seit Juni 2003 hat die nationale Notenbank die Zinsen in sieben Schritten gesenkt.
Die Inflationsrate ist im September auf 4,7 Prozent gefallen, nachdem sie im August bei 4,8 Prozent gelegen hatte, obwohl Analysten mit einem Anstieg auf 4,9 Prozent rechneten.
Dies gibt wenig Hoffnung auf wieder steigende Zinsen, trotzdem ist das Potential für weiter fallende Zinsen begrenzt.
Wenn die EZB nun anfängt die Zinsen anzuheben, dann dürfte der Rendite-Spread zwischen Euro-Anleihen und Rand-Anleihen sich weiter verringern.
Das wiederum sollte zu einer Schwäche des Rands gegenüber dem Euro führen.
Damit übersteigen die Risiken die Chancen bei einem Investment in die südafrikanische Währung.*

EUR/ZAR-Chart


Anmerkung:
Ein steigender Chart bedeutet ein Erstarken des Euros.

Erschwerend kommt hinzu, dass Nelson Mandelas Regierungspartei African National Congress (ANC) weiße Farmer enteignet und das Land an Farbige verteilt. Ein Ende der Apartheid ist sicher ein wichtiger Schritt in der Entwicklung Südafrikas…aber produktives Land an Menschen zu übergeben, die weder das Know-how noch das Kapital besitzen, um erfolgreich Landwirtschaft zu betreiben, zerstört die Stabilität des Landes…und zwar nicht nur die wirtschaftliche Stabilität.

Gutes Gelingen,
Juergen

*Dient ausschließlich Informationszwecken und stellt insbesondere keine Werbung, Empfehlung, Finanz- oder sonstige Beratung dar und ist keine Aufforderung zu einem Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder von Finanzinstrumenten.

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