Ölpreishistorie
Nur, dass man mal ein Gefühl für die Historie – oder besser gesagt – Hysterie bekommt…
Seit Beginn des Industriezeitalters Ende des 19. Jahrhunderts war der Ölpreis nur ein einziges Mal so hoch wie heute – und das war während des Iran-Irak-Krieges in den 80ern.

Auf Initiative Venezuelas wurde am 14. September 1960 die OPEC durch die Gründungsländer Irak, Iran, Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela in Bagdad gegründet.
1965 erst wurde Wien zum Sitz der OPEC erklärt.
Im Jahre 1973 stieg der Ölpreis in Zusammenhang mit dem israelisch-arabischen „Jom-Kippur-Krieg“ (oder auch „Ramadan-Krieg“ genannt, weil er im islamischen Fastenmonat stattfand, der damals im Oktober war) und dem darauf folgenden arabischen Ölembargo gegen die westliche Welt.
Die 2. Ölkrise folgte 1979 mit der islamischen Revolution und mit dem Beginn des ersten Golfkrieges, dem Iran-Irak-Krieg, der am 22. September 1980 begann und bis zum 20. August 1988 andauerte. Förderungsausfälle und Verunsicherung waren die Folge und ließen den Ölpreis auf seinen damaligen Höhepunkt steigen. Das war dann aber auch das Ende der Hochpreispolitik der OPEC.
Durch eine ölpreisgetriebene Rezession der Industriestaaten kam es in den Folgejahren zu einem weltweiten Überangebot an Rohöl. Außerdem wurde sich nicht an eine vereinbarte Drosselung der Förderquoten gehalten. Und die Industriestaaten fingen an in alternative Energiequellen zu investieren. Der Ölpreis fiel wieder.
Heutzutage ist der Preis wieder in astronomische Höhen geschnellt. Insbesondere aufgrund des chinesischen Wirtschaftsbooms.
1990 exportierte China noch Erdöl. Ab 1993 wird China zum Ölimportierenden Land. Und seit 2003 importiert das Reich der Mitte sogar mehr schwarzes Gold als Japan. 2004 importierte China insgesamt 120 Millionen Tonnen Rohöl und Ölprodukte.
Aber es gibt noch ein paar andere Auslöser für den hohen Ölpreis.
Neben der wachsenden Wirtschaft in China, der saudische Thronwechsel, die zahlreichen Attentate und Anschläge und zuletzt die Naturkatastrophen in den USA.
Wie auch immer…die Förderkosten bleiben derzeit bei maximal 15 Dollar pro Barrel.
Gutes Gelingen,
Juergen

