Nigerianische Milizen besetzen Öl-Pumpstation

Port Harcourt. SDA/baz. Mehr als 100 Rebellen haben am Donnerstag [22.09.05] eine von Chevron betriebene Ölanlage in Nigeria besetzt und damit die Krise in dem weltweit achtgrößten Ölexport-Staat verschärft.
Die Aufständischen wollten damit wie am Mittwoch angedroht die Freilassung eines festgenommenen Anführers erzwingen. Aus dem Umfeld des US-Ölkonzerns verlautete, die bewaffneten Kämpfer seien mit Booten zu der Öl-Plattform im Niger-Delta gefahren und hätten Sicherheitskräfte entwaffnet.
Ein Teil der Produktion habe unterbrochen werden müssen, das Ausmaß sei jedoch unklar. Der Gewährsmann warnte vor einer Eskalation. In den Strassen der Stadt Port Harcourt zündeten Anhänger des Anführers Mujahid Dokubo-Asari Reifen an und blockierten eine der Haupteinfallstrassen.
Die Polizei feuerte Warnschüsse in die Luft. Asari kämpft nach eigenen Angaben für die Selbstbestimmung des Ijaw-Volkes in der Delta-Region und hat unter anderem die Auflösung des Staates Nigeria gefordert. Eine Unterbrechung des Ölflusses aus Nigeria würde die derzeit angespannte Lage am Ölmarkt weiter verschärfen.

…na und? Ist mir Latte. Ölpreis wird trotzdem fallen.

Gutes Gelingen,
Juergen

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