Rita und Katrina
Hurrikan „Katrina“ hat bereits Ende August tausende Ölanlagen zerstört oder beschädigt. Bisher sind nach Angaben der US-Energiebehörde 547,5 Millionen Barrel Öl im Golf von Mexiko ausgefallen. Das sind rund 4,5 Prozent der gesamten Jahresproduktion in dem wichtigsten US-Fördergebiet, das gut ein Viertel zur US-Ölproduktion beiträgt.
Und es sind immer noch gut die Hälfte der gesamten Erdölförderung in der Region und ein Drittel der Erdgasproduktion stillgelegt.
Der Rohölpreis war in New York auf eine Rekordmarke von fast 71 Dollar geklettert.
Der Tropensturm „Rita“ bedroht erneut Bohrinseln und andere Öl- und Erdgasinstallationen im Golf von Mexiko sowie zahlreiche Raffinerien von Texas bis Louisiana. Die Ölkonzerne Shell, BP und Chevron haben bereits erste Mitarbeiter von den Bohr- und Förderplattformen im Golf abgezogen. Am Montag waren 88 Ölplattformen und Bohrinseln im Golf von Mexiko evakuiert.
Doch die texanische Küste ist viel dichter mit Öl-Einrichtungen und Raffinerien besiedelt. Zwischen Corpus Christi und Lake Charles in Louisiana liegen nach Angaben des Energieministeriums 26 Raffinerien, die täglich mehr als 4,6 Millionen Barrel Öl verarbeiten. Das entspricht 26 Prozent der gesamten US-Raffinerie-Kapazität. Zehn Raffinerien befinden sich im Großraum Houston, auf den „Rita“ zusteuert.
Falls „Rita“ ähnlich schlimm wird wie „Katrina“ (hoffentlich nicht), dann wird das kurzfristig den Ölpreis noch mal nach oben treiben…Gelegenheit zum „Shorten“.*
Gutes Gelingen,
Juergen
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