Die OPEC
Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) wurde am 14. September 1960 gegründet und seit 1965 hat das Kartell seinen Sitz in Wien.
Am Montag, den 19. September 2005 trafen sich die für Energie und Erdöl zuständigen Minister der Opec zur zweimal jährlich stattfindenden Ministerkonferenz, um den Stand des Erdölmarktes zu beurteilen und dementsprechend Maßnahmen einzuleiten. Die Konferenz gibt anschließend bekannt welche neuen Richtlinien dazu dienen sollen, das Angebot an Erdöl zu sichern.
Saudi-Arabien hat sich bereits kurz vor dem Treffen der Opec klar für eine Erhöhung der Fördermengen ausgesprochen. Auf die Frage, ob er eine Erhöhung der Obergrenze der Opec-Ölförderung befürwortet, sagte der saudi-arabische Ölminister Ali el Nuaimi am Wochenende in Wien: „Definitiv ja.“
Die vor 45 Jahren gegründete Opec fördert etwa 40 Prozent der weltweiten Erdölproduktion, verfügt über circa drei Viertel der weltweiten Erdölreserven und hat eine gemeinsame Ölpolitik zum Ziel – ist jedoch tief zerstritten über Zielkorridore.
Die 11 Mitgliedstaaten sind Algerien, Indonesien, Iran, Irak, Kuwait, Libyen, Nigeria, Katar, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate und Venezuela.
Zwischen den arabischen Prinzen und den Mullahs des Iran, die einander in uralter religiöser Feindschaft gegenüberstehen, gibt es keinen Kompromiss.
Auch Venezuelas Hugo Chavez hat nichts gemein mit den USA-orientierten Saudi-Prinzen.
Wenn sich die Opec jetzt jedoch aufgrund des drohenden Tropensturms „Rita“ auf eine Erhöhung der Ölförderung einigen kann, dann wird das dem Ölpreis helfen.
Auch wenn es nicht an Rohöl fehlt, sondern an Raffineriekapazitäten, um das Rohöl zu Benzin, Diesel, Kerosin und Heizöl weiterzuverarbeiten.
Gutes Gelingen,
Juergen

