Öl im Überfluss
Die Internationale Energie-Agentur (IEA) hat ihre Mitgliedsstaaten angewiesen, nationale Notfall-Reserven auf den Markt zu werfen, um die durch Hurrikan “Katrina” verursachte Versorgungskrise in den USA abzufedern.
Der Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement von der SPD hat sich dem Aufruf angeschlossen und vom in Hamburg ansässigen Erdölbevorratungsverband (EBV) verlangt, 300.000 Tonnen eingelagertes Benzin und 145.000 Tonnen Diesel am Markt anzubieten.
Die in Deutschland tätigen Mineralölfirmen haben am Donnerstag, den 8. September ’05 aber nur rund 50 Prozent der durch den EBV angebotenen Notfall-Reserven gekauft…und die Mineralölfirmen sind Insider. Wenn die das Zeug zu dem Preis nicht haben wollen, dann…
gutes Gelingen,
Juergen
Ps. Direkt danach sank kurzfristig der Preis für Benzinprodukte in Rotterdam um 100 Dollar je Tonne. Doch den USA kann dadurch nicht wirklich geholfen werden, denn in Europa herrscht kein Versorgungsengpass. Und die Schiffskapazitäten ab dem Ölhafen Rotterdam in die USA sind über Monate hinweg ausgebucht.

